Unisex, Männerschlussverkauf, Krankenversicherung

Mittlerweile geht es ja auch sehr groß durch die Presse und viele Versicherer starten eine Werbeoffensive: Die Unisex Tarife kommen. Was heißt das genau? Per Entscheid des Europäischen Gerichtshofes wurden die Versicherer dazu gezwungen bei der Prämienkalkulation keinen Unterschied mehr zwischen Männern und Frauen zu machen. Bisher gab es unterschiedliche Prämien. Bei der privaten Krankenversicherung sind Frauen aktuell deutlich teurer als Männer. Das liegt u.a. an der längeren statistischen Lebenserwartung von Frauen. Alle Tarife, die ab dem 20.12.2012 abgeschlossen werden, müssen nun die neuen Unisex Tarife enthalten. Das führt dazu, dass Männer deutlich mehr bezahlen müssen (aktuell ist in der Krankenversicherung von bis zu 30% die Rede). Frauen werden sicherlich geringfügig weniger bezahlen. Da aber fast alle Versicherer mit Einführung der Unisex Tarife auch den Rechnungszins senken werden, wird es auch bei Frauen wenig Anpassung nach unten geben (siehe auch hier: Rechnungszins in der PKV). Viele Vermittler haben nun diese Argumente genutzt und das Schlagwort „Männerschlussverkauf“ aufgegriffen. EIn Mann der jetzt noch seine PKV wechselt, kann noch zu alten Konditionen versichert werden.

Aber auch hier ist so langsam Schluß, denn bei den meisten privaten Krankenversicherungen ist die ordentliche Kündigungsfrist abgelaufen. Eine außerordentliche Kündigung ist dann nur noch bei einer Prämienanpassung möglich. Und genau hierauf werden viele Versicherer in diesem Jahr verzichten. In unserem Bestand haben wir übrigens fast gar keine ordentliche Kündigung bekommen, was meiner Meinung nach auch für die Qualität unserer Beratung spricht.

1 Kommentar

  1. Mir ist zu Ohren gekommen, dass einige Versicherer eine Umstellung von Altverträgen zu Unisex-Verträgen, im Falle einer Besserstellung, möglich ist. Wäre mal interessant zu wissen für welche Art von Versicherung dies gilt, bzw. von welcher Gesellschaft aus das gehen kann.

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